Strahlend im Schatten - Rhododendren

Strahlend im Schatten - Rhododendren

 

Leider fühlen Sie sich bei uns in Süddeutschland nur bedingt wohl. Der Sommer wird Ihnen zu heiß, der Winter zu kalt und ein schwerer lehmiger oder sehr sandiger Boden erschwert die Nährstoffversorgung. Im maritimen Klima Englands, Irlands oder Norddeutschlands dagegen wuchern sie und sind kaum zu bändigen.

 

Jetzt im späten Frühjahr üben die Rhododendron-Pflanzen einen faszinierenden Reiz aus. An Pfingsten kann man z.B. Schloss Wolfsgarten bei Langen besuchen und die dortigen Pflanzungen bestaunen. Leider ist nicht jedem ein Garten wie Wolfsgarten gegeben, wenn man aber ein paar Bedingungen beachtet, kann  man die Rhododendren auch im eigenen Garten auf diesem Niveau kultivieren.


Bodenansprüche

Das wichtigste ist der schattige Standort, denn nur hier im Schutz hoher Bäume fühlen sie sich am wohlsten. Aber auch die Nordseite oder Nordostseite eines Hauses ist ein möglicher Platz für einen Rhododendron. Im Spätwinter sollten die Pflanzen vor zu starker Sonneneinstrahlung geschützt werden, um Vertrocknen zu vermeiden. Eine Abdeckung mit Fichtenreisig mindert die Sonnenstrahlung.

 

Ebenso wichtig ist ein saurer Boden. Ideal ist ein pH-Wert zwischen 4,2 und 5,5. Ist der Boden zu kalkhaltig, wird die Eisenaufnahme in das Pflanzengewebe gestört. Die Blätter werden hell, es entsteht eine so genannte Chlorose. Diese kann durch eine Zugabe von Eisendünger ausgeglichen werden. Dieser Dünger wird sehr schnell über das Blatt aufgenommen, aus diesem Grund löst man ihn im Gießwasser und bringt ihn mit der Kanne aus, indem man die ganze Pflanze benetzend gießt. Diese Düngung ist eine kurzzeitige Hilfe für die Pflanze und ersetzt die Bodenverbesserung nicht.

 

Ist der pH-Wert im Garten zu hoch, so kann die Differenz zum Optimalzustand durch ein  Zufügen von Torf verändert werden. Bei sehr hohen pH-Werten sollte der Boden um die Pflanzstelle ausgehoben werden und mit einem neuen Gemisch aus Torf, bzw. speziellem Rhododendronsubstrat aufgefüllt werden.

 

Auch bei schweren lehmigen Böden muss lockerndes, leichtes Substrat beigemischt werden. Da Rhododendren nur flach wurzeln, brauchen sie keine großen Pflanzlöcher. Es genügt ein Loch, dass doppelt so tief und etwa 3–mal so breit wieder Wurzelballen ist. Eine andere Möglichkeit in schweren Böden ist, die Pflanzen erhöht auf einen kleinen Erdhügel zu setzen.

 

Ist der Platz im Garten ausgewählt und der Boden vorbereitet, dann steht die schwierigste Aufgabe bevor: die Auswahl der Rhododendron-Sorte! Es gibt sie in allen Blütenfarben von weiß, rosa, rot und violett. Außerdem unterscheiden sich  die Rhododendrenarten durch verschiedene Wuchsstärken. Dann gibt es noch die Unterscheidung in immergrüne und sommergrüne Arten, letztere werfen nach, oft schöner Herbstfärbung, ihre Blätter ab und diese steuern die Blütenfarben rot, orange und gelb bei. Die großblütigen Yakusimanum-Hybriden sind besonders frostfeste Rhododendren, die sich durch ihr kompaktes, langsames Wachstum besonders für kleine Gärten eigenen. Ihr enormer Blütenreichtum und eine gewisse Sonnenverträglichkeit machen sie sehr beliebt.

 

Moderne Rhododendren sind auf die kalktolerante INKARHO® Wurzel veredelt, wodurch sie kalktoleranter werden! Viele Rhododendren-Sorten sind inzwischen auf der INKARHO ® Wurzel erhältlich und somit weniger empfindlich.

 

INKARHO® und herkömmliche Rhododendron unterscheiden sich in der Wurzelbeschaffenheit. Achten Sie deshalb auf das INKARHO®-Gütesiegel, das an jeder Pflanze angebracht ist.

 

Herkömmliche Rhododendron verlangen für ein gutes Wachstum ganz klare Bodenverhältnisse, damit sie sich wohl fühlen und wachsen. Voraussetzung ist ein Boden, der kalkfrei, sauer und locker ist und einen pH-Wert von 4.5 bis 5.5 aufweist.

 

In Kooperation mit dem Institut für Zierpflanzenzüchtung (IZZ) in Ahrensburg/Holstein ist gelungen, Rhododendren auf kalktoleranten Unterlagen (Wurzelballen) zu veredeln. Mit diesen Eigenschaften gedeihen sie in nahezu jedem Boden. Selbst ton- oder lehm-haltige Böden mit hohen pH-Werten stellen für INKARHO-Rhododendren kein Problem dar. Zur Bodenauflockerung genügt handelsübliche Pflanzenerde oder Humus.

 

INKARHO®  Pflanzen bilden ein starkes Wurzelwerk aus. Die verbesserte Nährstoff-aufnahme sorgt für einen höheren Blütenknospenansatz, eine verschwenderische Blütenfülle mit leuchtenden Farben und ein üppiges Blattwerk. Insgesamt sind INKARHO Rhododendron gesünder, kräftiger, widerstandsfähiger und salzunempfindlicher.


INKARHO® - www.inkarho.de


Schnitt und Pflege

Die Rhododendren sind eine geduldige Pflanzen und können auch im Alter wieder in Form geschnitten werden. Wenn der Strauch zu groß geworden ist, kann man ihn nach Bedarf zurück nehmen. Dazu am besten alle Triebe gleichmäßig oberhalb der Blattachse abschneiden. Auch den radikalen Rückschnitt verträgt sie, bestraft ihren Gartenbesitzer dafür allerdings mit einem blütenfreien Jahr. Rhododendren blühen an den Triebspitzen und diese Knospen werden schon im Herbst angelegt. Der richtige Zeitpunkt ist nach der Blüte, die Pflanze kann bis zum Herbst wieder neue Knospen bilden. Am schönsten wirken sie jedoch, wenn sie natürlich wachsen können.

Durch das Entfernen der Blütenreste wird verhindert, dass sich unschöne Samenstände bilden und die Pflanze dadurch unnötig Kraft verliert. Durch diese Maßnahme wird die Bildung neuer Blütentriebe gefördert.

 

Azaleen kann man ebenfalls nach der Blüte zurückschneiden, wenn die Triebe zu lang geworden sind, ruhig ein beherzter kräftiger Schnitt, dadurch wachsen sie schön buschig und blühen im darauf folgenden Jahr reich.

 

Die ideale Pflanzzeit für Rhododendron und Azaleen ist im Frühjahr. Auch das Umpflanzen sollte jetzt erfolgen. Wichtig ist, dass die Pflanze nicht tiefer wie zuvor gepflanzt wird und genügend neue Erde in das Pflanzloch eingearbeitet wird.

 

Die Rhododendron mäßig feucht halten. Bei lang anhaltender Trockenheit darauf achten und regelmäßig gießen, am besten kalkarmes Wasser, wie z.B. Regenwasser verwenden.

 

Zum Düngen eignet sich am besten ein spezieller organischer Rhododendron-Dünger. Die Pflanzen werden Ende März/Anfang April gedüngt und dann noch mal Ende Juni bis Anfang Juli.

 

All die Mühe belohnen die dauerhaften Pflanzen mit langjähriger Freude und wunderschöner Blüte von Mai bis Juni.