Erste Frühlingsarbeiten

Austriebspritzungen an Obst und Ziergehölzen
 
Den Winter 2017/2018 kann man bist dato nicht als solchen bezeichnen. Vielleicht wird es nochmal kalt, im schlimmsten Fall hoffentlich nicht wieder, wenn die Pflanzen zu weit ausgetrieben und ernsthafte Schäden an Blüten und Fruchtanlagen die Folge wären. Die Meteorologen rechnen für den Januar und Februar 2018 mir einer weiteren'Mildphase'. Die Temperaturen bleiben mit einer Abweichung von +2 bis 4 Grad deutlich bis sehr deutlich über dem langjährigen Mittel. Also wahrscheinlich weiterhin keine traumhaften Schneebilder im Garten, sondern naßkaltes Regenwetter, das erste Gartenarbeiten verleidet.  


Aber schon bald, im zeitigen Frühjahr werden die Grundlagen für eine erfolgreiche Obsternte gelegt. Viele Schadinsekten überwintern als Larve, Puppe oder im Eistadium am Baum oder in dessen direkter Nähe. Eine rechtzeitige Bekämpfung der Schädlinge und Krankheiten sorgt für ein gutes Pflanzenwachstum und die Absicherung der neuen Ernte.   
Hygienemaßnahmen an Obstbäumen 
Obstgehölzen können noch so lange geschnitten werden bis die Knospen dick angeschwollen sind. Der Schnitt ist auch eine hygienische Maßnahme, mit der verschiedene Krankheiterreger vom Baum entfernt werden können. Auffällig sind vor allem die alten Fruchtmumien, eingetrocknete Früchte, die noch auf Apfel-, Birnen-, Kirsch-, Pflaumen- und Pfirsichbaum hängen. Diese Fruchtmumien bilden sich, wenn die Pflanze von Erregern der Frucht-Monilia befallen wurde. An Zwetschen verursachen dies auch die Erreger der Narren- oder Taschenkrankheit.

Deshalb sollten bei noch anstehenden Schnittmaßnahmen am Baum, alle trockenen Triebe, alles was krank aussieht und alle Fruchtmumien bis zum gesunden Holz weggenommen werden. Sonst erfolgt bis zur Blüte eine Infektion der neuen Früchte.

Gerade ältere Bäume entwickeln eine kräftige und schuppige Baumrinde. Das sind willkommene Schlupfwinkel für Schädlinge wie Frostspanner, Apfelwickler oder Blattläuse und Milben. Der Apfelbaum hat eine relativ weiche Rinde, die der  Zwetschen oder Kirschen ist wesentlich härter. Die groben Rindenteile sollten vor einer Bekämpfung mit einer groben Bürste entfernt werden, die Wirkung der Spritzmaßnahme wird dadurch erhöht.  
 
Blattläuse schädigen die frisch gebildeten Triebe sehr nachhaltig. Die Eier der Blattläuse sind als kleine schwarze Punkte an den frischen Trieben zu erkennen. Blattsaugende Insekten wie der Birnblattsauger sitzen schnell in großen Kolonien auf den grünen Trieben und saugen sie aus. Ihre Ausscheidungen, der "Honigtau" bieten wiederum einen optimalen Nährboden für verschiedene schädigende Pilze. Einer der übelsten ist der Rußtau-Pilz, der das Wachstum der Blätter und damit des ganzen Baumes massiv bremst. Übrigens sind auffällige 'Ameisenstraßen' ein guter Hinweis auf einen Befall durch Läuse, die wissen den Honigtau auch zu nutzen.
 
Wenn die Temperaturen ansteigen, werden auch die Knospen der Obstbäume anschwellen. Sobald die ersten Blättchen an den Knospen zu erkennen sind, das sog. Mausohr-Stadium, kann mit der Bekämpfung begonnen werden.
 
Es gibt verschiedene umweltfreundliche Bekämpfungsmittel im Handel im Angebot. Ist der Befall augenfällig, dann muss der Pflanze durch eine Schädlingsbekämpfung geholfen werden, um langfristige Schäden zu vermeiden. Umweltverträgliche Mittel greifen nicht so massiv in den natürlichen Kreislauf ein wie chemische Insektizide. Das Ziel im Hausgarten ist es, eine befriedigende Ernte zu erreichen und dabei nicht zu grob in das natürliche Gleichgewicht ein zu greifen. Eine falsche oder überdosierte Verteilung, auch von biologischen Bekämpfungsmitteln, kann schnell zu dem gegenteiligen Effekt führen. Also vorher gut beraten lassen und die Dosierungshinweise beachten! Wichtig ist immer eine regelmäßige Kontrolle der Pflanzen. Je früher ein Befall erkannt wird, desto besser sind die Chancen, ihn schnell wieder los zu werden. 
  
Anstehende Arbeiten im Obstgarten:
Schild, Schmier- und Wollläuse und Spinnmilben an Obst- und Ziergehölzen, kann man mit dem Promanal-Austriebsspritzmittel behandeln. Ein Paraffinöl, dessen  Wirkung darauf beruht, daß der feine Ölfilm die Atmungsorgane  der Schadinsekten verstopft und die Schädlinge quasi ersticken. Das Präparat ist auch für den biologischen Landbau zu gelassen. Paraffinöle sind wirkungssicher und enthalten keine Giftstoffe. 
 
Vorbeugende Maßnahmen für die Obstgehölze mit Neudo-Vital Obst-Pilzschutz, einem Pflanzenstärkungsmittel aus natürlichen Fettsäuren und Pflanzenextrakten. Fördert das gesunde und vitale Wachstum der Pflanze und stärkt ihre Anfälligkeit für Pilzkrankheiten. Ist natürlich nicht bienengefährlich. Kann auch angewendet werden gegen Birnengitterrost, Kräuselkrankheit, Echter Mehltau, Monilia Spitzendürre, Narren-/Taschenkrankheit und Schorfkrankheiten.
  
Vorbeugend kann man auch die Rosen stärken. Eine Behandlung mit Neudo-Vital Rosen-Pilzschutz, auch einem Pflanzenstärkungsmittel erhöht deren Widerstandfähigkeit gegen Pilzkrankheiten wie den Echten Mehltau, Rost, Sternrußtau. Ein Spritzmittelkonzentrat aus natürlichen Fettsäuren und Pflanzenextrakten fördert außerdem das vitale Wachstum von Rosen und Zierpflanzen. Auch nicht bienengefährlich.
 
Die Mittel werden mit einer Handspitze ausgebracht, sobald die Temperatur über 5°C liegt. Die Behandlung wird begonnen an den neuen Trieben, über die Zweige und Äste bis zum Stamm und letztendlich bis zum Boden. 
 
Schnecken, immer noch ein Thema im Garten:
Wir haben in Deutschland fast 200 verschiedene Schneckenarten. Vielen sind sie nur lästig und ekelig. Und spätestens, wenn der Salat oder die neuen Blumensetzlinge verschwunden sind, ist alle Toleranz vorbei. Sie werden abgesammelt oder mit Schneckenkorn bekämpft.
 
Im Garten finden wir die Gehäuse- und Nacktschnecken vor, für die Schäden sind aber überwiegend die Nacktschnecken verantwortlich. Gerade die eingeschleppte Spanische Wegschnecke hat einen sehr ausgeprägten Appetit und wehrt auch aktiv sich gegen mögliche Fraßfeinde, indem sie einen bitteren und zähen Schleim absondert. Bei Igel und Co gehört sie deshalb nicht zu den Lieblingspeisen!
 
Man kann jetzt schon Schneckenkorn streuen, da die Jungschnecken bereits aktiv sind und noch keine Eier abgelegt haben. Damit kann die Population bereist am Anfang reduziert werden.
 
Die besten Schädlingsbekämpfer im Garten?
Eine Blaumeise  muss täglich etwa 30 % ihres Körpergewichtes  fressen. Die Fa. Schwegler schreibt, daß ein einziges Blaumeisen-Paar, samt seiner ganzen mit Nachkommen, pro Jahr etwa 70.000 Raupen und 20 Millionen Insekten vertilgt, darunter auch viele Schadinsekten. Klingt unglaublich, wenn man aber dem pausenlosen Futterbeischaffen der Elterntiere mal zuschaut, dann mag das so ein. Ein Schwalbenpärchen braucht, um 4-6 Jungvögel aufzuziehen, ca 1,2 kg an Insektenmasse. Gartenvögel sind also ein nicht zu unterschätzender Faktor bei der biologischen Schädlingsbekämpfung, den es zu unterstützen gilt.  
 
Künstliche Nisthilfen können jetzt noch im Garten angebracht werden, wir bieten die hochwertigen Nisthöhlen der Fa. Schwegler, an. Vogelgerecht und eine Anschaffung für Leben. Ansonsten sollten vorhandene Nistkästen jetzt gereinigt und überholt werden, damit sie bald wieder bezogen werden können.